Archive for Juni, 2011

Frankreich Tag 7 – die letzten Kilometer

Nach einem leckeren Frühstück mit französischem Süßkram – geht niemals in eine französische Bäckerei – machten wir uns auf die letzten 22km zum Auto zu erradeln. Die letzten km vergingen wie im Fluge und schnell erreichten wir den Parkplatz auf dem wir das Auto abgestellt hatten. Erleichtert stellten wir von weitem fest, dass das Auto noch dort steht. Je näher wir kamen, desto froher waren wir, denn alle Scheiben waren noch ganz, auf allen Reifen war noch Luft, es gab keine Parkkralle und auch kein Knöllchen. Auch der Motor sprang sofort an. Da fiel uns dann ein großer Stein vom Herzen. Wir schraubten die Räder auseinander, verstauten das Gepäck im Auto und machten uns dann noch auf den Weg zu den Bunkern und einem Cache, die sich direkt am Parkplatz befanden. Den Cache konnten wir leider nicht finden, aber die Bunker konnten alle besichtigt werden, da nichts abgesperrt war. Marcel freute sich wie ein kleines Kind an Weihnachten und sprudelte nur so Informationen heraus. Brini hörte interessiert zu 😉 und genoss die tolle Sicht auf das Meer. Danach suchten wir noch zwei weitere Caches und machten uns dann auf die Heimreise.

Endstand Tacho: 23,82km und 1:26h reine Fahrzeit

Frankreich Tag 6 – mit neuer Kraft gehts weiter…

Nach einem leckeren Frühstück mit Müsli und frischem Obst ging es dann auf Weiterfahrt. Wir radelten bis Hourtin Plage und legten dort am Strand eine lange Mittagspause ein. Eigentlich nicht nur eine Mittagspause sondern eher ein Mittagsschläfchen 😉

Danach überlegten wir, ob wir hier verweilen wollten, oder ob wir lieber noch ein wenig weiterfahren wollen. Wir entschieden uns dazu noch 15 km drauf zu legen und peilten den Campingplatz Soleil d’Or an. Diesen erreichten wir auch ohne Probleme. Auch hier waren wir, aufgrund unserer Vorerfahrungen nicht überwältigt. Die Duschen und Toiletten waren aber sauber und scheinbar vor kurzer Zeit renoviert, sodass wir gerne dort blieben. Endstand des Tachos an diesem Tag 54,31 km und 3:28h reine Fahrzeit. Nach dem Zeltaufbau genossen wir noch ein wenig das Meeresrauschen, bevor wir uns dann nach dem Duschen und Abendessen unseren verdienten Schlaf gönnten.

Die Stadt Montalivet fanden wir sehr komisch. Wirkte sehr rockig. Alle Hundebesitzer besaßen ganz schön böse aussehende Hunde und am Fenster des Bäckers hing eine Werbung für eine Bikerparty… Aber der Bäcker ist sehr freundlich und verkauft -leider 😉 – voll leckere Sachen.

Frankreich Tag 5 – Pause oder Das, was andere Urlaub nennen :-)

Am fünften Tage unseres Urlaubs gönnten wir uns einen Tag Erholung, weil uns der Platz so toll gefiel. Wir machten also das, was „normale“(?) Menschen unter „Urlaub“ verstehen und besuchten das kleine Innenstädtchen von Lacanau und fläzten uns danach am Strand und verbrauchten diesen Tag unsere Energie beim Baden in den Wellen.

Mehr gibt es von diesem Tag auch eigentlich nicht zu berichten. 🙂

 

Frankreich Tag 4 – On the way back

Da wir unser Ziel erreicht hatten und wir auf dem Hinweg mit dem Auto durch Bordeaux gefahren sind, haben wir uns unterwegs gegen unsere vorherige Planung mit einem Abstecher nach Bordeaux entschieden. Also starteten wir heute wieder den Rückweg in Richtung Soulac sur Mer. Da der Campingplatz (nach Angaben einer gefragten Person am Strand) recht weit weg vom nächsten Supermarkt ist und aufgrund seiner Größe keinen eigenen Supermarkt hatte ging es heute ohne Frühstück los. Vom Hinweg wussten wir noch, dass nach kurzer Fahrzeit eine kleine Strandpromenade mit Bars und Shops gab. Wie wir feststellen mussten hatte dort aber um 10.00 Uhr noch alles zu und so begnügten wir uns mit Müsliriegeln. Da wir uns einen Tag Pause gönnen wollten hielten wir Ausschau nach einem tollen Campingplatz am Strand. Nach 28,41 km und 1:57h Fahrzeit erreichten wir Lacanau und den Campingplatz Les Grande Pins. Bei der Anfahrt dachte ich mir schon, dass der Platz ziemlich toll aussieht und rechnete bereits mit utopischen Preisen. Doch als wir das Preisschild sichteten fielen wir fast um. Gerade einmal 17,00 Euro sollte eine Übernachtung kosten. Nix wie ab in die Rezeption. Da wir dort noch warten mussten, bis wir bedient wurden blätterte Brini ein Prospekt durch und entdeckte die Möglichkeit der Zubuchung von Halbpension. Ein drei Gänge Menü am Abend und ein Frühstücksbuffet am Morgen und das für gerade einmal 20 Euro pro Person. Also beim einchecken gefragt, ob dieses Angebot auch für zeltende Gäste gilt und als Antwort ein Ja erhalten. Also gönnten wir uns dieses Angebot natürlich. Eine zweite Überraschung zeigte sich, dass wir in Deutsch begrüßt wurden. Später stellte sich heraus, dass dort eine deutsche Studentin arbeitet, die zuvor als Austauschstudentin in Bordeaux war. Wir entspannten uns noch bis zum Abend am Strand und genossen dann das drei Gänge Menü.

 

Nebenbei sei noch zu erwähnen, dass Marcels Fahrrad an diesem Tag eine Panne hatte (eine Schraube, an die man mit unserem Werkzeug nicht drankam löste sich). Zum Glück ließ sich das Problem schnell und einfach, dank des tollen Services auf dem Campingplatz schnell beheben. Ein 8er Schraubenschlüssel heißt in Frankreich übrigens „Mutter-Öffner“ 🙂

Frankreich Tag 3 – weiter gehts…

Nach einem energiebringenden Müslifrühstück ging es um 10.00 Uhr los. Einen festen Punkt hatten wir uns nicht gesetzt, spekulierten aber darauf bereits das Ziel Cap Ferret zu erreichen. Hatten wir doch glatt 2 Stunden mehr Zeit als am Vortrag und waren schon etwas eingefahren. Das Aufsitzen bereitete etwas Schwierigkeiten. Brinis Hintern machte sich nämlich äußerst bemerkbar. Da sie Schmerzen aber noch vom letzten Wochenende (Trainingslager) gewöhnt war ging es nach kurzer Eingewöhnungsphase recht gut. Nur Pausen durfte man keine machen, denn dann musste man sich erst wieder neu dran gewöhnen. Und so radelten und radelten und radelten wir insgesamt 59,79 km an diesem Tag. Diesmal ca. 3 km lang über einen sehr schmalen (mit Anhänger wohl kaum befahrbaren) mit Schlaaglöchern versehenen Weg. Diese scheinen aber gerade erneuert zu werden, denn wir haben auf dem Rückweg Bauarbeiter gesehen die Teile dieses Weges neu gemacht haben. Der Tacho nannte eine reine Fahrzeit von 3:58 h. Wir erreichten den Campingplatz Brémontier. Ein Blick auf das Preisschild ließ einen Preis um die 17 Euro erwarten. In Anbetracht der bisher besuchten Campingplätze und deren Preise erschien dieser Campingplatz in einem eher düsteren Licht. Auch die nur 2 weiteren Parzellen, die dort belegt waren ließen nichts gutes hoffen. Aber da wir bereits ziemlich fertig waren blieben wir. An der Rezeption empfing uns ein netter älterer Mann, der uns doch dann, aufgrund nicht passenden Wechselgeldes, ein paar Cent erließ. Wir bauten also das Zelt auf, inspizierten die sauberen und ordentlichen Sanitäranlagen und machten uns erst einmal auf zum Strand. Nach einem kleinen Bad im Meer sah die Welt schon ganz anders aus und wir machten uns bewusst, dass unsere Beurteilung ganz schön von den Erfahrungen der letzten beiden Tage geprägt war. Und schon fanden wir den Campingplatz gar nicht mehr so schlimm, sondern gemütlich 😉

Frankreich Tag 2 – Start unserer Tour d’Atlanitque

Um 7.00 Uhr weckten uns die Vöglein und die Sonne. Vollkommen ausgeschlafen ( knapp 12 h +gg+) ging es dann unter die heißersehnte Dusche. Das vorbestellte Baguette und die Croissants sollte es ab 9.00 Uhr geben. Aber da andere Länder es nicht so mit der Pünktlichkeit haben wie wir es in Deutschland gewöhnt sind kam es zu der Situation, dass um punkt 9.00 Uhr sämtliche Deutschen des Platzes vor der Bar auf ihre Bestellungen warteten, diese aber erst um 9.30 ankamen 🙂 Nachdem wir das Frühstück beendet hatten und ich alle mitgegebenen Geschenke ausgepackt hatte ging es ans Zusammenräumen. Beim englisch sprechenden Barmann informierten wir uns darüber, wo wir wohl am besten für die nächsten Tage unser Auto parken könnten. Leider hatte er auch keine gute Idee, sodass wir uns einfach einen Strandparkplatz aussuchten. Die Räder wurden zusammengeschraubt, die Taschen angehangen, die restlichen Sachen auf dem Gepäckträger fixiert und dann ging es um punkt 12.00 Uhr los.

Am Vortrag haben wir uns bei der Touristeninfo eine kleine, kostenlose Radkarte für unseren ersten Tag geholt. Die dort eingezeichneten Wege existierten tatsächlich und waren sehr schön ausgebaut. Die Radwege waren sauber asphaltiert und ausreichend breit. Wir fuhren durch die Pinienwälder hinter den Dünen. Das Meer konnten wir nur hören, nicht aber sehen. Eigentlich war dies auch sehr gut, so konnten wir windgeschützter und schattiger fahren. Alle Wege führten aber auch immer wieder zu Badestränden, die wir gerne für kurze Pausen nutzten. Um 16.10 Uhr erreichten wir, nach 46,78km und 2:55h reine Fahrzeit, dann den Campingplatz in Hourtin Plage. Nach dem Zeltaufbau entspannten wir noch ein wenig am Strand und dann ging es nach einer Dusche und dem Abendessen ab ins Bett.

Unsere Fahrt nach Frankreich ( 1. Tag)

Wie geplant sind wir pünktlich um 15.00 Uhr losgefahren. Selbst ein wenig überrascht, dass wir dies so pünktlich geschafft haben ging es voll beladen in Richtung Autobahn. Dank staufreier Autobahn waren wir sehr zügig in Belgien. Die Zeit bis dorthin verging wie im Fluge und wir wunderten uns ein wenig, wie schnell man doch dort ist. In Belgien erwartete uns dann auch der erste Stau. Aber Dank Staumeldungabfragung des Navis wurden wir geschickt drumherum geleitet und erreichten so schnell den Rastplatz mit dem Cache, den wir uns für unseren Belgien Länderpunkt ausgesucht hatten :-).

Nachdem wir den Cache gefunden haben und zum Auto zurückkehrten parkte neben uns ein weiteres Auto. Als die Insassen ausstiegen war unser erstes Kommentar „Deutsche“. Leicht zu erkennen an dem schönen Jogginganzug der getragen wurde. Als wir dann losfuhren stellten wir fest sie kamen auch noch mitten aus dem Ruhrgebiet. Na herzlichen Dank 🙂

Zum Abend hin überquerten wir die Belgisch-Französische Grenze und überlegten uns, dass Tanken vielleicht mal ganz angebracht wäre.

Also steuerten wir die erst beste Tankstelle an und versuchten unser Glück. Ersteinmal mussten wir feststellen, dass es in Frankreich scheinbar keine mit Kassierer besetzten Tankstellen gibt. Leider tankte auch gerade kein Franzose, sodass wir auf uns allein gestellt waren. Zum Glück gab es eine Anleitung auf deutsch. Diese besagte, man solle die Karte einstecken. Wir begannen mit der Kreditkarte. Diese wurde leider nicht akzeptiert. Egal wir rum man sie einschob. Also ging es mit Maestro weiter. Die wurde leider auch nicht akzeptiert. Da wir keine weiteren Karten zur Auswahl hatten fuhren wir unverrichteter Dinge weiter. Die zweite von uns angesteuerte Tankstelle besaß leider überhaupt keine Zapfsäule mit Kartenzahlung und war auch nicht besetzt. Also ging es weiter. Mittlerweile waren wir sehr froh darüber schon frühzeitig Ausschau nach einer Tankstelle gehalten zu haben. An der dritten angefahrenen Tankstelle konnten wir dann auch endlich (mit Maestro Karte) tanken. Gegen 0.10 Uhr erreichten wir Paris und bewunderten aus dem Auto heraus den Triumphbogen (der Kreisverkehr ist sogar nachts spektakulär) und den beleuchteten Eiffelturm. Auf der weiteren Fahrt gab es dann keine weiteren Vorkommnisse, außer, dass in einem französischen Mc Donals die Wort „Hot Coffee“ und „Hot Choclate“ nicht verstanden werden. Na ja irgendwie haben wir es dennoch geschafft, dass zu bekommen, was wir wollten und erreichten dann, nach einer kurzen Schlafpause auf einem Rastplatz am 11.06.2011 gegen 14.30 Uhr unser Ziel Soulac sur Mer.

Dort suchten wir uns einen Campingplatz am Meer und mussten, dank fehlender Französischkenntnisse auf unserer Seite und fehlender Fremsprachenkenntnissen auf der Gegenseite mit Händen und Füßen einchecken. War aber eigentlich kein Problem und wir bekamen, was wir wollten 🙂

Nach dem Aufbau und Einkauf schliefen wir dann von 18.00 Uhr bis zum nächsten Morgen durch 🙂